Weltweit die einzige Kleinstadt mit authentischem
Gaslicht seit 1887:

Gaslicht in Lobberich:

https://lobberi.ch/gaslicht

Fragen und Antworten für Skeptiker
Streit um das Gaslicht - seit 1887
Vision: Vermarktung und Würdigung des Gaslichtes

historische Bilder Lobberich im Gaslicht.

Aktuelles 2022: "Klimaargumente" gegen eine lästige Technik - "Weg vom Gaslicht" - koste es, was es wolle

Gaslicht - Maskottchen

Kulturelle Überlegungen
Kleine Geschichte der Lobbericher Gasversorgung als erstes Zeichen des Fortschrittes


Unsere Gaslaternen:

Bestand
blau: Ansatzlaternen Mühlenstraße, oberer Windmühlenweg (11)
orange: Aufsatzleuchten unterer Windmühlenweg. (5)
rot: Pfarrlaterne (1)

Internationaler Tag des Gaslichts 2023

Gaslichttag


Zitate:

Grefrather Grüne: "Die Wirkung der Lichtverschmutzung auf die Ökosysteme ist fatal"

Künftig sollen (in Grefrath) bevorzugt insektenfreundliche Leuchtmittel und vollabgeschirmte Leuchtkörper verwendet werden. Unter anderem soll geprüft werden, wo auf Liegenschaften der Gemeinde oder an kommunalen Gebäuden vollständig oder temporär auf Außenbeleuchtung verzichtet werden kann.(Quelle: Rheinische Post vom 17. Januar 2024)
=> Gaslicht ist wegen des fehlenden UV-Anteils in seinem Licht besonders insektenfreundlich. Das ist das Licht, dass auf Veranlassung des Bürgermeisters (Sie erinnern sich: "Jede Kilowattstunde zählt") durch ein elektrisches Provisorium ersetzt wurde.
Allein die Kosten dieses Provisoriums hätte den CO2 - Ausstoß auf Jahre ausgleichen können - (Funfact: z.B. indem man Menschen ermöglicht, (Bio-) Gas zu nutzen statt Brennholz Quelle: (atmosfair.de)
Das Badewasser im Kaldenkirchener Schwimmbad hat dagegen wieder die alte Temperatur, markante Gebäude werden in Nettetal längst wieder angestrahlt. Leuchtrichtung naturgemäß "von unten nach oben".

Lukas Langer vom FFF Nettetal: Er fragt nach der Verhältnismäßigkeit von Maßnahmen.

„Es ist absurd, dass die Regierung den Menschen Plastikstrohhalme verbietet und ihnen erklärt, wie korrekte Mülltrennung für Teebeutel auszusehen hat – aber gleichzeitig etliche Milliarden Euro Steuergelder an fossile Großkonzerne verschenkt, damit deren veraltete Technologien überhaupt noch gegen günstigeren grünen Strom bestehen können. Das ist eine Politik der völligen Verantwortungslosigkeit, die das Ziel hat, die Bevölkerung gegen Klimaschutz auszuspielen.“ (Quelle: Grenzland-Nachrichten, 9. August 2023)
=> Und wie absurd ist es erst, wenn für teures Geld Zeugnisse der eigenen Geschichte abgerissen werden?

Wirtschaftsminister Habeck (Grüne): Er warnt davor, dem Klimaschutz alles unterzuordnen

Wirtschaftsminister Robert Habeck äußerte sich auf dem evangelischen Kirchentag in Nürnberg: "Wenn wir dem Klimaschutz über alles stellen... wozu führt das denn?" Auch für den Kirchentag sei Energie verbraucht worden, für Leinwände, Licht und die Anreise der zehntausenden Besucher. Aber sei es darum besser, den Kirchentag nicht abzuhalten, fragte er. (Rheinische Post Samstag, 9. Juni 2023)

Ostern - das Feuer und das Licht

Osterlob - Das Feuer als Sinnbild Gottes: „Geweiht zum Ruhm deines Namens leuchte diese Kerze fort, um in dieser Nacht das Dunkel zu zerstören ... Sie leuchtet unermüdlich weiter, bis der Morgenstern erscheint, jener wahre Morgenstern, der in Ewigkeit nicht untergeht, dein Sohn, unser Herr Jesus Christus, der von den Toten erstand, der den Menschen erstrahlt in österlichem Licht.“ (...und jetzt stellen Sie sich diesen Gesang bitte in Richtung einer hocheffizienten LED-Taschenlampe vor...) Link Faszination und kulturelle Bedeutung des Feuers


Gaslichtinformationsabend

Prof Dr. Horst A. Wessel referierte auf Einladung des Lobberland e.V. über die Bedeutung des Gaslichtes für Lobberich

Prof Wessel
Prof Dr. Horst A. Wessel referierte über das Gaslicht

Wessel ließ in der anschließenden Diskussion keinen Zweifel daran, dass die Entwicklung Lobberichs von einer kleinen unbedeutenden ländlichen Gemeinde mit textilem Nebengewerbe dank der Textilindustrie eine Entwicklung genommen hat, die nicht allein die „Textilbarone“ reich, sondern auch die rasch wachsende Einwohnerzahl wohlhabend gemacht hat. Welche Gemeinde dieser Größe konnte sich beispielsweise ein Krankenhaus und eine solch prachtvolle Kirche wie St. Sebastian leisten? Die Verleihung der Link Stadtrechte im Jahre 1964 war die Bestätigung dafür.

Diese Entwicklung verdankt Lobberich zu einem guten Teil dem Gaslicht. Deshalb ist es angemessen, daran zu erinnern.
Was könnte besser dieser Aufgabe dienen, als eine im warmen Licht brennende Gaslaterne?

Link ausführlicher Bericht


1. Januar:

Neujahreswünsche


15. September 2022: Küsters hat's durchgezogen - Die Straßen sind dunkel.

Es fällt auf, dass das Gaslicht vollständig vom Netz genommen wurde (zum Preis völliger Dunkelheit), während an anderen Stellen nur abgeregelt wird.
Warum der völlige Blackout? Warum wird hier das Gaslicht nicht reduziert, wie die Temperatur im Bad oder in den Räumen?
Dimmen ist in Abstufungen von je 25% ist möglich. Das menschliche Auge gewöhnt sich auch an weniger Licht.
Man muss die Laternen nicht voll vom Netz nehmen um an dieser Stelle zu sparen.

"zunächst wird nicht abgerissen"

Der Argwohn, dass es Verantwortlichen wieder einmal um den Abriss des Gaslichtes geht, wird vom Bürgermeister (und Stadtwerke-Geschäftsführer) Küsters bei Facebook beantwortet mit "zunächst wird nicht abgerissen". Zunächst. Was macht man mit einer solchen Aussage? Die Stadtwerke sollen nach Aussage gut inforierter Kreise) längst einen Auftrag haben, den Abriss/Neuaufbau elektrischer Infrastruktur zu berechnen.

Ein klares Bekenntnis der Art: "Sobald die Temperaturen in den Gebäuden und Bädern wieder auf normales Niveau steigen, werden auch die Gaslaternen wieder voll in Betrieb gehen" hat Küsters jedenfalls bisher vermieden.

Können wir also damit rechnen, das das Gaslicht wieder leuchtet, wenn auch die Temperaturen in den öffentlichen Gebäuden samt Bad wieder angehoben werden?

Windmühlenweg
Straßen im Dunkeln: Vorübergehende Notmaßnahme oder der nächste Versuch, das Gaslicht loszuwerden?

Zappenduster
Der Windmühlenweg am Abend des 14. September
Die Straße ist die schwarze Stelle rechts von der Litfaßsäule und hinter den Dreiecken auf der Straße. Das kleine Licht dort ist eine Hausnummernbeleuchtung des vorletzten Hauses (Nr 11)


12. September 2019: Nimm das, Putin!

"Die Stadt Nettetal" legt alle Lobbericher Gaslaternen (modernisiert 2017) still.
Es lebe die kurzsichtige Symbolpolitik!

In Lobberich werden laut städtischer Pressemeldung kurzfristig 17 Gaslaternen (davon eine gar nicht im Besitz der Stadt, sondern der Pfarrgemeinde) in den nächsten Tagen vom Netz genommen. Wenn hier 80.000 KWh Energie eingespart wird, klingt dies nach viel, kann aber eins genau nicht: Einen „weitreichenden Beitrag zum Umweltschutz und zu den Energiesparzielen der Bundesregierung leisten“.
Würde man aus dem so gesparten Gas in einem Gasturbinenkraftwerk Strom erzeugen, bliebe ein Bruchteil davon als Strom übrig - etwa 30.000 KWh. Setzen wir das doch bitte in Relation zu den 1.700.000 KWh Strom, den städtische Institutionen im 5-Jahresmittel in den letzten Jahren verbraucht haben. (Der städtische Gesamt-Gasverbrauch errechnet sich über den im Juni genannten CO2 - Wert von 2.000.000 kg, was - bei 200g CO2pro KWh - 10.000.000 KWh Gasenergiebedarf ergibt) Hier werden also mit viel Aufwand (offensichtlich rechnet man 2 Tage Arbeit) 17 Kleinverbraucher abgeklemmt, die auch zusammengerechnet nur im Promillebereich des Gasbedarfs städtischer Gebäude ausmachen. Daten: Link Pressemeldung der Stadtverwaltung vom 22. Juni

Was auf dem Spiel steht:

Alleinstellungsmerkmal:
Die 17 Laternen stellen ein Alleinstellungsmerkmal dar, das Lobberich weltweit (kein Witz!) einmalig macht. Es gibt keine einzige Kleinstadt unter 15.000 Einwohnern mit Gaslicht. Außer Lobberich eben. Kein energieintensives Hallenbad und auch kein kleines Theater mit noch so großen Gästen (Energiebilanz?) wird je Nettetal kulturell in ähnlicher Weise auf die Weltkarte setzen.

Kultur, Geschichte
Kultur kostet Geld, Kultur kostet Energie. Und natürlich wird auch in Nettetal viel Aufwand (Diskussionen, Geld und Energie) in die LinkWerner Jaeger-Halle gesteckt. Die Diskussion war wichtig, die Entscheidung war demokratisch und der erforderliche Energieaufwand zur Beheizung für die nur stundenweise Nutzung des Gebäudes wird – natürlich – nicht infrage gestellt. Aber ein Theater ist nicht die einzige Form von Kultur, die wir zu verlieren haben.

Um wieviel einfacher wäre hier die Bewahrung des kulturellen Erbes „Gaslicht“!
Das ist ein Schatz, den wir da haben, einer der noch vor 5 Jahren mit neuester Technik im Innenleben modernisiert wurde. Ein Schatz, der darüber hinaus einen ganz praktischen Nutzen (Beleuchtung) hat und auch noch allgemein öffentlich zugänglich ist.

Hier drängt sich der Gedanke auf, dass der Kulturbegriff bei den Verantwortlichen der Stadtverwaltung da endet, wo bitte spätestens 22.30 der Vorhang fällt und man (endlich Feierabend!) nach Hause gehen darf. Die Entscheidung, die Gaslaternen vom Netz zu nehmen, wirkt fast so, als sei sie im Bauamt gefallen statt im Kulturausschuss…

(Allgemeine Überlegungen in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/berlins-zauber-rettet-die-alten-leuchten-11761270.html)

"Zeichen setzen": die schwächste Version politischen Handelns

Bürgermeister und Verwaltung der Stadt Nettetal, - von einer politischen Diskussion drang zumindest nichts nach draußen - , werden nun zusammen mit den Stadtwerken an den Gaslaternen „ein Zeichen setzen“.
Wenn der Begriff "ein Zeichen setzen" bemüht wird, ist dies oft die Umschreibung von Machtlosigkeit. Etwas Wirkungsvolles fällt uns nicht ein, daher wird symbolisch mit einem passenden Ritual gehandelt. Wir hängen wir eine Fahne auf, treffen halten mal für 60 Sekunden den Mund oder legen Blumen irgendwo ab. Das ist völlig OK. Das gibt uns das Gefühl, "etwas" zu tun, dem Fassungslosen Leid nicht ausgeliefert zu sein: Tod, Krieg, Menschenrechtsverletzungen. Da fühlt man sich machtlos, will irgendwas machen.

Wenn aber - um "irgendwas zu machen" das Kulturelle Erbe abgerissen wird, das zudem keine andere Kleinstadt auf dieser Welt hat, hat das keinen kurzfristigen nennenswerten Effekt: Es ist eine kurzsichtige Symbolpolitik.

Schlimmer noch: Da die Wortwahl weder abwägend noch bedauernd ist, drängt sich der Gedanke auf, dass jetzt dank Putin die teuren Dinger endlich vom Tisch sind:
Zur Erinnerung: Die Stadtwerke hatten 2016/2017 versucht, Anwohnern und Ortsvorsteher etwas von „fehlenden Ersatzteilen“ zu erzählen (Fakt: Man hatte schlicht keine gekauft…) Als sie hier öffentlich korrigiert wurden "beugten sie sich Als Dienstleister (...) den Wünschen von Politik und Anwohnern" (Stadtpanorama 15.3.)

[VORSICHT SARKASMUS]
Man muss fast froh sein, dass die Häuser Ingenhoven und Erlenbruch sowie der Wasserturm (die Gebäude waren eine zeitlang im Besitz der Stadt) inzwischen private Eigentümer haben, die ihr Eigentum schätzen und pflegen. Ansonsten liefen sie womöglich Gefahr, durch supergedämmte Plus-Energiehäuser ersetzt zu werden. Es geht weiter: Kinoschließung 2006: oder die heute geplante Schließung des über 150 Jahre alten Berufskollegstandortes: Kein Verlust offenbar - wir stürzen uns auf die Filetgrundstücke. Im Ergebnis steht heute an der Stelle des Kinos die Laderampe von "action". Von einem Jahrhunderte alten Lehensgut samt ihn umgebenden Wassergraben (genannt Link "et Büerke") blieb eine Tafel am Rande eines Matratzendiscount-Parkplatzes.
[ENDE SARKASMUS]

zurück zur Pressemeldung:

Konkret werden als einzig genannte Maßnahme erstmal nur 17 Gashähnchen abgedreht. Bezüglich wirklich wirkungsvoller Sparmaßnahmen finden wir in der städtischen Pressemeldung dann "Ankündigungen" "Prüfungen", "Suchen" und "Versprechungen" also eher vage Absichtserklärungen.
Darunter:

  • Eine Ankündigung: "Beendigung" einer Teilumrüstung irgendwann "in diesem Jahr" - wohlgemerkt: bei einem planmäßig verbleibenden Rest von 18% (also rund 1.000 Stück) Stromfresserlampen...
  • Einen Test: ob man Lampen bedarfsgerecht für ein paar Stunden wieder abschalten kann?
  • Eine Prüfung: ob man in Schulen, Hallen auch noch irgendwas sparen kann?
  • Dann eine beabsichtigte Weitersuche nach sonstigen Einsparmöglichkeiten
    und
  • Versprechen („Davon versprechen wir uns weitere Einsparungen und Optimierungen auch hinsichtlich Lichtverschmutzung und Insektenfreundlichkeit.“)

Genau diese Insektenfreundlichkeit ist bei Lobbericher Gaslaternen wegen des insektenfreundlichen Lichtspektrums seit 135 Jahren gegeben, Lichtverschmutzung wurde dem Gaslicht auch noch nicht vorgeworfen. Warum also mit viel Aufwand etwas insektenfreundlich "neu" gestalten, was seit 135 Jahren in Lobberich insektenfreundlich IST?

Über Nachhaltigkeit ließe sich dabei durchaus reden: Auf der ehemaligen Gaslichtstraße Link "Sassenfelder Kirchweg" steht nach dem Abriss der Gaslaternen im Jahr 2022 bereits die zweite Generation Elektroleuchten. Auf der Link Sassenfelder Straße rosten genau die Elektromasten an den Revisionsöffnungen vor sich hin, die einmal mal als Ersatz für das Gaslicht aufgebaut wurden,
Nur eine Straße weiter am Link Windmühlenweg stehen dagegen echte Jugendstil-Kandelaber die seit über 100 Jahre in Betrieb sind. Auch DAS ist eine Form von Nachhaltigkeit!

Und nicht zuletzt ist das Gas, mit dem die Lobbericher Laternen betrieben werden, niedrig kalorisches niederländisches Gas "L-Gas". Das bleibt jetzt weg, weil in den Gewinnungsgebieten der Provinz Groningen die Erde bebt und die Produktion daher gedrosselt werden muss. Das hat mit Russland erst mal nichts zu tun! Natürlich muss auch damit sparsam umgegangen werden. Aber dann bitte mit ehrlichen Argumenten. Die Umstellung auf hochkalorisches H-Gas, wie es aus Russland bezogen wird, (also nicht etwa davon weg...) haben die Stadtwerke für Nettetal vor wenigen Tagen noch selbst in Gang gesetzt...

Die Presseerklärung der Stadt Nettetal im Wortlaut:

"Energiesparen im öffentlichen Raum: Gaslaternen werden ausgeschaltet / Mehr als 5.000 Leuchten werden auf energiesparende LED-Technik umgerüstet / System zur bedarfsorientierten Steuerung der Straßenbeleuchtung wird erprobt

Nettetal (12. September 2022) Der Kreis und seine Kommunen wollen weniger Gas und Strom verbrauchen. Damit soll die neue Energiesparverordnung des Bundes umgesetzt werden. Nachdem bereits im Kaldenkirchener Hallenbad der Warmbadetag abgeschafft sowie die Wasser- und Raumtemperatur abgesenkt wurden, möchte die Stadt Nettetal mit weiteren Maßnahmen ein Zeichen setzen und im öffentlichen Raum Energie einsparen. Im Auftrag der Stadt hat der lokale Versorger nun die historische Gasbeleuchtung im Stadtgebiet ausgeschaltet. Insgesamt sind davon 17 Leuchten im Stadtteil Lobberich betroffen, die mit Gas betrieben werden. Pro Jahr können damit rund 80.000 Kilowattstunden Erdgas eingespart werden. Darüber hinaus werden bis Ende des Jahres mehr als 5.000 ältere Leuchtmittel durch LED-Lampen ersetzt sein. Damit erhöht sich der Anteil der energieeffizienten Straßenbeleuchtung mit LED in Nettetal auf insgesamt 82 Prozent. Durch die energieeffizienten Leuchtmittel und weitere Maßnahmen können bis zu 40 Prozent Energie gespart werden. Das sieht ein Vertrag zwischen Stadt und Stadtwerken vor, der im Jahr 2019 geschlossen wurde.
Bis Donnerstag, 15. September, sollen die Gaslaternen vom Netz gehen. „Unser Ziel ist es, einen weitreichenden Beitrag zum Umweltschutz und zu den Energiesparzielen der Bundesregierung zu leisten“, erklärt Bürgermeister Christian Küsters. Am 1. September ist die Verordnung zur Sicherung der Energieversorgung über kurzfristig wirksame Maßnahmen in Kraft getreten. Die neue Energiesparverordnung der Bundesregierung sieht ein Sparziel von 20 Prozent beim Energieverbrauch vor. Norbert Dieling, Geschäftsführer der Stadtwerke Nettetal: „Wir erproben aktuell zwei Systeme zur bedarfsorientierten und von der Verkehrsdichte abhängige Steuerungen in der Straßenbeleuchtung. Davon versprechen wir uns weitere Einsparungen und Optimierungen auch hinsichtlich Lichtverschmutzung und Insektenfreundlichkeit.“ Beide sind sich einig: „Jede Kilowattstunde, die wir jetzt nicht verbrauchen, trägt dazu bei, dass wir besser durch den Winter kommen.“ Dabei sei es zunächst unerheblich, ob es sich um Gas oder Strom handelt, denn nach wie vor werden 13 Prozent des Stroms in Deutschland aus Erdgas erzeugt (Quelle: destatis.de). Von daher hat auch der Stromverbrauch Auswirkungen darauf, wie viel Erdgas benötigt wird. Die Stadt Nettetal und die Stadtwerke Nettetal begegnen mit ihren Maßnahmen der Verknappung von Erdgas. Seit Juni strömt weniger Erdgas von Russland nach Deutschland. Vor dem Hintergrund der drohenden Energiekrise suchen Stadt und Stadtwerke nach Einsparmöglichkeiten. So sollen in Nettetal auch die Potenziale in Schulen, Hallen und ähnlichen Gebäuden geprüft werden."


September 1887 - vor 135 Jahren: Die ersten Gaslaternen erhellen das aufstrebende Dorf


2017: Laternen werden instand gesetzt - Lobberichs Gaslichttradition seit 1887 bleibt.

Warum ist das eine Meldung wert?

Nachdem die Straße über Monate im Dunkeln gelassen und Anrufe bei den Stadtwerken nichts fruchteten, hatten sich die Anwohner von Windmühlenweg und Mühlenstraße in einem Brief an den Rat der Stadt gewandt. Die Stadtwerke hatten ihnen wiederholt gesagt, dass es keine Ersatzteile gäbe. Das wiederholte Stadtwerke-Chef Norbert Dieling dem Stadt-Spiegel  und der Rheinischen Post gegenüber.

Dabei sind Ersatzteile sehr wohl zu haben. Das wurde dann auch bei einer Ortsbegehung der CDU deutlich, zu der neben den Anwohnern auch Stadtwerke -und Verwaltungsvertreter eingeladen waren. Die Stadtwerke sagten dort - nach Monaten - eine schnelle Reparatur  der Laternen zu.(=> mehr zu den Ereignissen 2016/2017)

Warum Gaslicht?


Lichtqualität - was, bitte ist im Jahre 2017 "zeitgemäßes Licht"?


Gaslicht
bekannt vom Windmühlenweg und
Teil unseres kulturelle Erbes

Natriumdampflicht
bekannt von belgischen Autobahnen und
recht effektiv


"Altstadtlaterne" mit Natriumdampflicht in Süchtel
n
Sowas mag tagsüber aussehen, wie eine Gaslaterne, nachts zeigt sie ihr scheußliches Gesicht...


Der Hoppeditz aus Düsseldorf fand am 11.11. 2015 deutliche Worte:

Doch geht es um die Gaslaternen da sollen wir als Bürger lernen
die können noch so alt sein, noch so schön, die kommen weg… Auf Wiederseh’n..

So schmeißt man denn Kultur vor Ort aus Geiz und Dummheit über Bord
nur knapp ein Viertel lässt man steh’n, als Alibi, so wird man seh’n…

In 20 Jahr’n, da wird man voten: „was war’n das damals doch Idioten…”
„Sie tauschten Gas mit LED und weg war es, oh jemineh

das Flair der Stadt, in dem Sinn pur: … ach das kann weg‚ `s ist nur Kultur..!”
So wird man dereinst, ohne Fragen über die Stadtväter von heute sagen…:

„Sie schafften ab die Lampen schlicht – bloß Leuchten war’n sie selber nicht!


Ratsbeschluss in Düsseldorf:

Gaslaternen sind schützenswertes Kulturgut (Rheinische Post, 12. Dezember)

Die Gaslaterne gilt seit dem späten Donnerstagabend als schützenswertes Kulturgut. Das hat es in Düsseldorf noch nie gegeben. Der Stadtrat hat mit einer breiten Mehrheit mit insgesamt nur fünf Gegenstimmen beschlossen, sogenannte Erhaltungszonen einzurichten. In denen wird das Gaslicht dauerhaft bleiben. (...) Die Politik (hat) der Verwaltung nun eine Reihe von Bestimmungen mitgegeben. Dazu gehört, dass keine weiteren Laternen umgerüstet werden, bis der Rat das komplette Konzept beschlossen hat. Zudem sollen neben den "Alt-Düsseldorfer" auch andere historische Laternen Priorität genießen.



Bestand Lobbericher Gaslaternen 2010

Bestand Lobbericher Gaslaternen

Kehrtwende: Gaslicht darf in Lobberich brennen

Wurde das Thema Gaslicht lange Zeit komplett ignoriert, hieß es nun aus dem Rathaus,
„dass Gaslicht in die Gestaltung der Lobbericher Fußgängerzone durchaus integriert werden kann“.
Quelle: Grenzland- Nachrichten vom 30. Juni 2011.

Gaslaternen für die Innenstadt

Die Politiker stimmen zu. Aber nur, wenn der Verein „Lobberland“ die Kosten trägt.

Die Stadtverwaltung ist gegen die Installation von Gaslaternen bei der Neugestaltung der Fußgängerzone Obere Hochstraße.
Die Politiker im Planungs-Ausschuss wollen hingegen ein oder zwei Laternen in der Lobbericher Innenstadt haben.
(Quelle: Westdeutsche Zeitung)


Gaslicht für die Fußgängerzone?

Eine Idee und gute Gründe => hier


Wir wollen nicht nur ein paar grüne Blechhüllen erhalten...

Wir wollen dem Gaslicht eine Zukunft geben!

Machen Sie mit! (Kontakt)


Tradition heißt: "Das Feuer hüten" und nicht "die Asche aufbewahren"
Johannes XXIII.