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Mobilität/Fahrradstraßen?

Kein Auftrag an die Verwaltung (Mai 2024)

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Die Link Wevelinghoverstraße wird zur Fahrradstraße, das ist beschlossen. Ob und wieviele Parkplätze dafür entfallen, wird nach heftiger Kritik weiter diskutiert. Eine Unterschriftensammlung hat Widerstand inzwischen weit über den Dunstkreis der Straße hinaus mobilisiert. Eine zweite Fahrradstraße soll auf der (oberen) Link Färberstraße zwischen Bahnradweg und Kreuzung Link Steegerstraße errichtet werden und dort in einem Kreisverkehr enden. Der Rat ließ sich am Ende zwar auf ein grundsätzliches Ja zum Fahrradstraßen-Projekt auf der Oberen Färberstraße ein. Doch über die endgültige Gestaltung müsse noch gesprochen und erst später entschieden werden. (RP)

  • FDPlink die FDP stimmte gegen die Planungen der Verwaltung zur Wevelinghoverstraße. "Grundsätzlich sei man ja dafür, auch die Obere Färberstraße zur Fahrradstraße zu machen, aber nicht wie hier geplant. Dass Stellplätze wegfallen sollen, teilen wir überhaupt nicht." Rein ideologisch seien Maßnahmen wie Fahrradstraßen und Tempo 30, sagt Johannes Peters, Fraktionsvorsitzender der FDP. Als Beispiele, die so nicht funktionierten, benennt er klar mit den Fahrradstraßen.
  • Grüne B'90/Grüne stimmten für die Planungen der Verwaltung zur Wevelinghoverstraße. Guido Gahlings, Fraktionsvorsitzender der Grünen, sieht das Mobilitätskonzept weit in die Zukunft weisend. „Es geht nicht alles auf einmal umzusetzen“, sagt Gahlings. Er wünscht sich für die neue Ratsperiode noch mehr Sichtbarkeit für Veränderungen. (RP, 4, September 2025)
  • SPD die SPD stimmte für die Planungen der Verwaltung zur Wevelinghoverstraße. In der Umsetzung wünscht sich Renate Dyck „mehr Drive dahinter“. Ohne Vorwürfe machen zu wollen, sehe sie Planungsamt und Nettebetrieb an ihren Kapazitätsgrenzen.
  • WiN WIN stimmte gegen die Planungen der Verwaltung zur Wevelinghoverstraße. Hajo Siemes fordert in seinem Wahlprogramm, angesichts der Haushaltslage dürften nur noch kommunale Pflichtaufgaben finanziert werden.
  • CDU die CDU stimmte für die Planungen der Verwaltung zur Wevelinghoverstraße, bei der Beratung der Färberstraße war sie alles andere als stürmisch. Sie fragte, ob dieses Projekt denn „Akzeptanz bei der Bevölkerung“ finde und bemängelte, die Stadtverwaltung habe die umstrittenen Pläne für die Wevelinghover Straße den Bürgern nicht ausreichend vorgestellt und erklärt. Für Philipp Heks, CDU-Partei- und Fraktionsvorsitzender, sollte das Mobilitätskonzept ideologiefrei sein; er sagt aber im gleichen Atemzug ein „Ja zum Auto“. Auf dem Land müsse die Mobilität möglichst individuell zu gestalten sein. Man sei nicht in einer Großstadt und müsse nicht zwanghaft neue Ideen umsetzen. (RP, 4, September 2025)
  • AfDLink AfD enthielt sich zu den Planungen der Verwaltung zur Wevelinghoverstraße.

RP, 4. September 2025: Streit um Tempo 30 und Fahrradzonen

In der aktuellen Entwicklung ist klar, dass das Fahrrad aufgewertet werden sollte. Die Planer, so Michael Vieten von der Ingenieurgesellschaft Stolz Neuss, beschrieben den Ist-Zustand so, dass 60 Prozent der Nettetaler das Auto benutzen, um von A nach B zu kommen. Das Mobilitätskonzept rechnet in den 2030er Jahren mit einem Rückgang der Nutzung des Autos auf 45 Prozent, parallel dazu soll der Anteil der Fahrradnutzung von 16 auf 25 Prozent steigen.


RP, 5. Juli 2024: Bürgermeister verteidigt Plan für Fahrradstraße

Ziel der Umwandlung in eine Fahrradstraße sei es, so Küsters in seinem Schreiben, dass Fußgänger auf der Link Wevelinghover Straße nicht mehr durch Radfahrer behindert werden, Anwohner – soweit möglich – ihren Pkw auf dem eigenen Grundstück parken und „mobile Personen einen weiter entfernten Parkplatz beanspruchen oder – soweit es möglich ist – mit dem Fahrrad fahren“.


RP, 2. Juli 2024: Grünes Licht für eine weitere Fahrradstraße, aber...

Die Proteste gegen den Plan, ein Teilstück der Link Wevelinghover Straße zur Fahrradstraße zu machen, sind nicht spurlos an Nettetals Politikern vorbeigegangen. Einen Grundsatzbeschluss für die Link Obere Färberstraße fassten sie erst nach einigem Grummeln.


Rheinische Post, 19. März 2024: Wevelinghover Straße in Lobberich - Mehrheit stimmt für Umbau zur Fahrradstraße

Der innerstädtische Abschnitt der Link Wevelinghover Straße in Lobberich wird zur Fahrradstraße umgebaut. Der Ausschuss für Stadtplanung und Mobilität stimmte mehrheitlich zu, dagegen hatten sich die FPD und die Wählergemeinschaft WIN ausgesprochen, die AfD enthielt sich. Grüne, SPD und CDU votierten für die Umsetzung des 2022 beschlossenen Integrierten Mobiltätskonzeptes. Ein weiterer Ausbau zur Fahrradstraße in nördlicher Richtung bis hin zum Link Rosental/Bahnradweg ist vorgesehen.


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